Review: EagleTac GX25A3 XM-L2 1116 Lumen max.

 

Einleitung

Mit der GX25A3 XM-L2 hat EagleTac eine kompakte Taschenlampe auf den Markt gebracht, die in ihrer Größenklasse helligkeitsmäßig derzeit (Stand: April 2013) wohl führend sein dürfte, denn mit drei(!) AA-Batterien/NiMH-Akkus/14500-Akkus liefert die GX25A3 satte 1116 LED-Lumen bzw. 915 ANSI-Lumen.

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Was die GX25A3 sonst noch zu bieten hat, möchte ich in meinem Review näher erläutern. Getestet habe ich die GX25A3 mit XM-L2 U2-LED und als Cool White-Ausführung.

Wie immer gilt: Alle Angaben wie Laufzeiten, Lumen usw. stammen von der EagleTac-Website, die Luxmessung stammt von mir.

 

Verpackung und Zubehör

Hier gibt es nicht viel zu erwähnen, denn die Verpackung dürfte mittlerweile hinlänglich bekannt sein und das Zubehör ist auch schnell aufgezählt; neben der GX25A3 findet man folgende Utensilien im Karton:

  • Tailcap mit Clicky
  • Ersatz-O-Ring
  • Lanyard
  • Bedienungsanleitung
  • Holster

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Ein kleiner Aufkleber rechts oben auf der Verpackung macht übrigens darauf aufmerksam, dass es sich um ein aktuelles Modell mit XM-L2 U2-LED handelt. Noch ein Wort zum Holster: Normalerweise gehören die EagleTac-Holster mit zu den besseren, was die Verarbeitung und die Stabilität angeht, und das ist auch bei der GX25A3 nicht anders. Allerdings ist mir dieses Holster ehrlich gesagt einen Tick zu eng, sofern man die Lampe mit dem Kopf nach unten in das Holster befördert, denn bei dieser Trageweise muss man die GX25A3 schon mit leichter Gewalt in das Holster befördern und wieder herausziehen.

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Andererseits möchte ich fairerweise nicht unerwähnt lassen, dass sich das Holster im Lauf der Zeit sehr wahrscheinlich noch etwas dehnt, und zum anderen lieber einen Tick zu eng als zu weit, denn das wiederum birgt die Gefahr, dass die Lampe unbeabsichtigt aus dem Holster rutscht und schlimmstenfalls unbemerkt verloren geht.

 

Erster Eindruck

EagleTac-Taschenlampen genießen nicht ohne Grund einen sehr guten Ruf hinsichtlich ihrer Qualität, und das ist auch bei der neuen GX25A3 nicht anders. Die Lampe macht einen hochwertigen und stabilen Eindruck, und ich bin mir sicher, dass sie auch härtere Einsätze gut übersteht. Die Anodisierung ist sauber aufgebracht, und die Gewinde sind sauber geschnitten, ganz so, wie es sich gehört und wie man es auch von einer Taschenlampe in dieser Preisklasse erwarten kann.

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Bedient wird die EagleTac über das Drehen des Lampenkopfes, ein- und ausgeschaltet wird sie mit dem Seitenschalter. Ein pfiffiges Feature ist meiner Meinung nach die mitgelieferte Tailcap mit Clicky, die sich anstelle der flachen Standard-Tailcap aufschrauben lässt – damit lässt sich die GX25A3 auch ganz konventionell über den Schalter am Lampenende ein- und ausschalten, falls das jemand bevorzugen sollte.

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Der Seitenschalter ist darüber hinaus noch für weitere Konfigurationseinstellungen zuständig, die sich entweder auf das User Interface oder die Settings der Lampe beziehen, doch dazu mehr im Abschnitt User Interface.

Wer viel Kraft in den Fingern hat, kann den Lampenkopf übrigens auch mit Daumen und Zeigefinger drehen, aber als richtige Einhandbedienung würde ich das dennoch nicht bezeichnen, denn der Moduswechsel geht mit zwei Händen deutlich einfacher vonstatten. Das liegt auch daran, dass der Lampenkopf nicht schwergängig ist, sondern sich mit wenig Kraftaufwand drehen lässt, um die einzelnen Modi durchzuschalten.

Was ich übrigens auch noch für bemerkenswert halte, ist die Möglichkeit, die EagleTac GX25A3 mit drei Lithium-Ionen-Akkus im Format 14500 zu betreiben. Mir ist keine andere mehrzellige Taschenlampe bekannt, die neben der Unterstützung für normale Batterien und NiMH-Akkus auch den Betrieb mit 14500-Akkus zulässt. Um es an dieser Stelle auch gleich gesagt zu haben: Der Betrieb der GX25A3 mit drei 14500-Akkus wird von EagleTac offiziell unterstützt, allerdings weist EagleTac auf die gleichen Punkte hin, die ich in meinen Reviews auch immer hervorhebe, wenn es um den Betrieb mit mehreren (Lithium-Ionen-)Akkus geht:

  • Nur gleichartige Akkus verwenden, d.h. gleicher Ladezustand, gleiches Alter und alle vom gleichen Hersteller
  • Niemals Akkus unterschiedlicher Hersteller mischen!

An dieser Stelle möchte ich kurz das Ladegerät XTAR VP1 erwähnen, das nicht nur diverse Akkuformate unterstützt, sondern auch den Status bzw. die Spanung eines Akkus anzeigen kann. Wer im Umgang mit Lithium-Ionen-Akkus eher ungeübt ist und auf der sicheren Seite sein möchte, dem kann ich dieses Ladegerät wärmstens empfehlen.

 

Größenvergleich

Wie üblich gibt es hier den Größenvergleich mit meinen Referenzlampen Niteye EYE30 und Lumapower Signature LX.

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Größenvergleich (v.l.n.r): Niteye EYE-30, EagleTac GX25A3 und Lumapower Signature LX

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Größenvergleich (v.o.n.u): Lumapower Signature LX, EagleTac GX25A3 und Niteye EYE-30

 

Sonstiges

Wie bei EagleTac üblich, kann auch auch die GX25A3 in einigen Punkten konfiguriert werden auf die ich im folgenden näher eingehen möchte.

1. Die EagleTac GX25A3 besitzt neben dem Regular Mode auch einen Tactical Mode. Beide Modes können wie folgt vertauscht werden:

a) Erste Leuchtstufe aktivieren, dann auf die zweite Leuchtstufe umschalten

b) Nun muss der Lampenkopf innerhalb von fünf Sekunden mindestens zehnmal zwischen der ersten und zweiten Leuchtstufe hin- und hergedreht werden

Klingt zunächst etwas kompliziert, ist es aber nicht. Außerdem wird man diese Prozedur üblicherweise nicht täglich durchführen, sondern einmal, um vom Tactical Mode in den Regular Mode oder vice versa zu wechseln.

2. Energiesparmodus: Standardmäßig ist der Energiesparmodus aktiv, d.h. die GX25A3 schaltet nach 200 Sekunden Betrieb im Turbo Modus den Output um 25% herunter. Wer das nicht mag, der kann den Energiesparmodus auch deaktivieren, so dass der Output lediglich um 10% heruntergeschaltet wird.

Um dieses Feature ein- und auszuschalten, muss die Lampe in der dritten Leuchtstufe eingeschaltet werden. Anschließend wird der Lampenkopf mindestens 10-mal zwischen der zweiten und dritten Leuchtstufe hin- und hergedreht.

3. Instant Turbo Output: Ermöglicht aus jeder Betriebsart und jedem Level heraus die sofortige Aktivierung des Turbo Mode. Dazu muss lediglich bei eingeschalteter Taschenlampe der Seitenschalter gedrückt werden; sobald dieser losgelassen wird, schaltet die EagleTac GX25A3 sofort in den vorhergehenden Leuchtmodus um. Ich halte das für ein ganz nettes Features, denn so erspart man sich einmal das Drehen des Lampenkopfes, um auf normale Art und Weise in den Turbo Mode zu wechseln.

4. Instant Strobe: Damit kann aus jedem Level heraus (und auch bei ausgeschalteter Lampe) der Strobe-Modus aktiviert werden, indem der Seitenschalter zweimal gedrückt und gehalten wird. Sobald der Seitenschalter losgelassen wird, schaltet die GX25A3 auf den zuletzt verwendeten Modus zurück.

Wie auch bei anderen EagleTac-Lampen gilt, dass die GX25A3 am besten mit Akkus mit einem erhöhten Pluspol betrieben wird, Flathead-Akkus funktionieren damit entweder nur teilweise oder gar nicht. Selbst bei normalen 14500-Akkus zeigt sich die EagleTac GX25A3 etwas divenhaft, denn Keeppower 14500-Akkus waren ihr nicht genehm, sie wollte stattdessen mit AW 14500-Akkus gefüttert werden.

Zur Erwärmung möchte ich noch anmerken, dass diese zwar spürbar ist, sich durch das Herunterregeln nach 200 Sekunden jedoch in Grenzen hält. Nach ca. vier Minuten Betrieb im Turbo Mode inkl. Herunterregeln konnte ich mein Testexemplar immer noch problemlos am Lampenkopf anfassen, ohne mir die Finger zu verbrennen.

 

Bedienung/User Interface

Die GX25A3 wird – wie oben bereits erwähnt – über einem Seitenschalter direkt am Lampenkopf ein- und ausgeschaltet. Wie bei EagleTac üblich, erfolgt auch die Bedienung der GX25A3 über den Lampenkopf. Selbst wenn sich die Handhabung der einzelnen Modi etwas umständlich anhören sollte. so möchte ich an dieser Stelle gleich darauf hinweisen, dass man gar nicht alles einstellen muss, was die Lampe an Möglichkeiten bietet. Ich für meinen Teil benötige z.B. keine versteckten Blinkmodi, mit den drei regulären Leuchtmodi bin ich ausreichend bedient.

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Nichtsdestotrotz möchte ich kurz erläutern, welche Optionen die EagleTac GX25A3 so bietet. Grundsätzlich kennt die GX25A3 zwei Hauptbetriebsmodi, die als Regular Mode und als Tactical Mode bezeichnet werden. Mein Review-Exemplar befand sich im Auslieferungszustand im Regular Mode, den ich persönlich für normale Anwendungsbereiche deutlich besser geeignet finde als den Tactical Mode.

1. Basisfunktionen

  • Ein- und ausschalten der Taschenlampe erfolgt über den Seitenschalter oder wahlweise über den mitgelieferten Endkappenschalter
  • Durch Drehen des Lampenkopfes wird einer von drei vordefinierten Leuchtmodi ausgewählt 
  • Der gewünschte Leuchtmodus lässt sich bereits vor dem Einschalten durch das Drehen des Lampenkopfes auf die entsprechende Position auswählen

Leuchtreihenfolge im taktischen Modus:

1. Full, 100% Output
2. ca. 15% Output
3. Strobe

Leuchtreihenfolge im regulären Modus:

1. 100% Output
2. 40% Output
3. 0,5% Output

2. Versteckte Modi

Sollte man mal gehört haben, nutzen muss man diese Hidden Modes nicht unbedingt. Ich persönlich habe bislang noch kein sinnvolles Einsatzgebiet für einen Modus gefunden, der nur aus Geblinke, Strobe und sonstigem Gedöns besteht, was nun aber nicht heißen soll, dass es keines gibt.

Die GX25A3 besitzt folgende versteckte Modi:

- Strobe (I/II)
- Hi-Flash
- SOS (I/II)
- Beacon
- Lo-Flash

Erreicht werden diese versteckten Modi, indem der Lampenkopf von der ersten Leuchtstufe (Kopf angezogen) innerhalb von einer Sekunde auf die dritte Leuchtstufe und sofort wieder zurück auf die erste Leuchtstufe gedreht wird. Sobald der Lampenkopf gelockert oder die Lampe ausgeschaltet wird, wird dieser Modus beendet.

Leuchtmodi und Laufzeiten

  • LED-Lumen (XM-L2 U2 Cool White): 1116/365/10
  • ANSI-Lumen (XM-L2 U2 Cool White): 915/301/9

Regular Mode: Drei Leuchtstufen

  • LED-Lumen: 1116/365/10
  • Laufzeit: 1.3/3/100+ Stunden

Tactical Mode: Zwei Leuchtstufen

  • Laufzeit: 1.3/5 Stunden

Satte 1116 LED-Lumen bzw. 915 ANSI-Lumen sind meines Erachtens ein echter Kracher für eine so kleine Taschenlampe, und deshalb ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass die GX25A3 nach 200 Sekunden im Turbo Mode entweder um 25% oder 10% herunterregelt, je nachdem, wie der Energiesparmodus konfiguriert ist.

 

Technische Details

  • Max. Helligkeit: 1116 LED-Lumen (für 200 Sekunden, danach wird die Lampe heruntergeregelt)
  • CREE XM-L2 U2/T6 LED
  • SMO-Reflektor für optimale Reichweite
  • Neuer Treiber (C2600) für optimale Laufzeiten
  • Zwei Hauptmodi (Regular Mode/Tactical Mode)
  • Beidseitig Anti-Reflex-beschichtete Linse
  • Farbe: Schwarz
  • Verpolungsschutz
  • Reichweite: ca. 150 Meter
  • Anodisierung nach HA Type III
  • Wasserdicht nach IPX-8
  • Spannungsversorgung: 2.7V-12.6V
  • Energieversorgung (Base): 3 x AA-Batterie, 3 x NiMH-Akku oder 3 x 14500-Akku
  • Durchmesser Lampenkopf: 3,85 cm
  • Durchmesser Lampenkörper: 3,55 cm
  • Länge: 10,9 cm
  • Gewicht: 148 Gramm (ohne Batterien bzw. Akkus)

 

Luxmessung

Ich war natürlich gespannt, ob sich beim Betrieb der GX25A3 mit Batterien, NiMH- und Lithium-Ionen-Akkus Unterschiede bei den Luxwerten zeigen würden, und um es gleich vorweg zu nehmen: Die volle Leistung erzielt diese Taschenlampe nach meinen Messungen mit NiMH- und Lithium-Ionen-Akkus.

Zur Messung im Turbo Mode habe ich die GX25A3 abwechselnd mit neuen Batterien und frisch geladenen eneloop- und AW-Akkus bestückt und dabei folgende Werte ermittelt:

1. Batteriebetrieb: 19100 Lux@1m

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