Quick Review: Niwalker Vostro BK-FA01S und Niwalker Vostro BK-FA02S

Einführung

Ich habe Mitte Juni 2016 von Niwalker jeweils ein Sample der “neuen” bzw. überarbeiteten Vostro BK-FA01S sowie der Vostro BK-FA02S erhalten. Die technischen Daten liegen mir noch nicht vor; ich reiche sie nach, sobald ich sie habe. Meinen letzten Informationen zufolge ist die Niwalker Vostro BK-FA01S mit einer CREE XP-L-LED und die Niwalker Vostro BK-FA02S mit einer XHP-70-LED ausgestattet, und beide sind gegenüber den Vorgängermodellen sichtbar leistungsgesteigert.

In diesem Quick Review beschränke ich mich auf meine ersten Eindrücke und Neuerungen gegenüber den Vorgängermodellen, sofern diese bekannt bzw. erkennbar sind.

Niwalker Vostro BK-FA01S und BK-FA02S Video HTAN

Niwalker Vostro BK-FA01S und BK-FA02S Video HTAN

Niwalker Vostro BK-FA01S und BK-FA02S Video HTAN

 

What´s New?

Ich fasse kurz zusammen, was mir aufgefallen ist:

 

  • Bei der BK-FA01S und der BK-FA02S kommt nicht mehr die mattschwarze Anodisierung zum Einsatz, sondern das Einheitsschwarz, das man heutzutage bei nahezu jeder Taschenlampe vorfindet. Mir persönlich hat das mattschwarz immer gut gefallen, das haben auch viele Kunden so gesehen. Es gab natürlich auch Gegenstimmen, aber wie immer gilt: Egal, wie man es macht, wird es immer jemanden geben, der damit nicht einverstanden ist.

Niwalker Vostro BK-FA01S und BK-FA02S Video HTAN

 

  • Gute Sache: Beide Vostro-Modelle haben nun einen Clicky am Lampenende, der zum Ein- und Ausschalten und damit auch zur Unterbrechung der Stromversorgung gedacht ist. Damit lassen sich die Lampen “hart” ausschalten und es gibt keinen Kriechstrom mehr.

Niwalker Vostro BK-FA01S und BK-FA02S Video HTAN

 

  • Die Kühlrippen fallen bei den überarbeiteten Modellen etwas dezenter aus

Niwalker Vostro BK-FA01S und BK-FA02S Video HTAN

Ganz rechts: Das Vorgängermodell BK-FA02

 

  • Der Selektorring lässt sich leichtgängiger als bei den Vorgängermodellen drehen 

 

  • Statt einem SMO-Reflektor ist die BK-FA02S nun mit einem OP-Reflektor ausgestattet

Niwalker Vostro BK-FA01S und BK-FA02S Video HTAN

Niwalker Vostro BK-FA01S und BK-FA02S Video HTAN

 

Das sind wohlgemerkt meine ersten findings, da wird aber mit Sicherheit noch mehr kommen. Bei den überarbeiteten Modellen gilt jedoch umso mehr das, was bereits für die Vorgänger auch schon Gültigkeit hatte: Ohne ordentliche Akkus wird man mit solchen High End-Taschenlampen nicht glücklich. Getestet habe ich die Vostro BK-FA01S und die BK-FA02S mit folgenden Akkus und konnte damit keine Probleme feststellen:

 

https://www.msitc-shop.com/akkus/soshine-li-io-akku-18650-3-7v-3600-mah/a-885/

 

https://www.msitc-shop.com/akkus/soshine-li-io-akku-18650-3-7v-3100-mah/a-517/

 

https://www.msitc-shop.com/akkus/efest-imr-18650-2800-mah-li-mn-button-top-35a-ungeschuetzt/a-855/

 

Helle Taschenlampen@Night

Zwei Videos aus der Serie Helle Taschenlampen@Night zeigen die Niwalker Vostro BK-FA01S und die Niwalker Vostro BK-FA02S beim nächtlichen Einsatz. Das im Video zur BK-FA01S von mir angesprochene Haus ist ca. 800 Meter entfernt, es wurde während der Erstellung des Videos problemlos vom Beam erfasst, und ich gehe davon aus, dass eine theoretische Reichweite von 900-1000 Meter nicht unwahrscheinlich ist. Auch bei der BK-FA02S ist eine deutliche Zunahme der Helligkeit durch die Verwendung einer CREE XHP-70-LED erkennbar.

 

Niwalker Vostro BK-FA01S at night

 

Niwalker Vostro BK-FA02S at night

 

 

 

Erstes Fazit

Für ein umfangreiches erstes Fazit ist es ohne Kenntnis der technischen Details noch etwas zu früh, deshalb beschränke ich mich auf meine ersten Tests mit den Samples. Aus meiner Sicht hat sich das Warten aber gelohnt, denn zum einen wurde die Reichweite und Leuchtstärke der BK-FA01S erhöht und zum anderen die Performance der BK-FA02S deutlich erhöht, d.h. sie bietet mehr Helligkeit als das Vorgängermodell. Ein umfangreicheres Review liefere ich nach, sobald die erste Charge der überarbeiteten Vostros bei uns eintrifft (vermutlich Mitte Juli 2016). Ich habe die Artikelbeschreibungen im Shop aufgrund der ausstehenden technischen Details noch nicht angepasst, eine Vorbestellung ist aber jetzt schon sowohl für die Niwalker BK-FA01S als auch für die Niwalker BK-FA02S möglich.

 

Bezugsquelle

Die überarbeiteten Modelle Niwalker Vostro BK-FA01S und Niwalker Vostro BK-FA02S sind voraussichtlich ab Mitte Juli 2016 im MSITC Shop und im Taschenlampen-Shop erhältlich.

 

Review: MSITC JAXMAN X1 XP-L HI 1000 Lumen max.

 


Einführung

MSITC JAXMAN ist eine Marke, die meines Erachtens zu den besseren Brands aus China zählt. Sowohl bei der Qualität als auch bei der Leistungsfähigkeit können MSITC JAXMAN-Taschenlampen problemlos mit bekannten Taschenlampen-Marken mithalten. JAXMAN vertritt als Hersteller die Auffassung, dass Qualität wichtiger als Quantität ist, und deshalb steht hier nicht der möglichst hohe Ausstoß an neuen Taschenlampen im Vordergrund, sondern wie bereits erwähnt die Qualität der vorhandenen Modelle. Mehr dazu finden Sie in diesem Beitrag, ich möchte im folgenden nun den Semi-Thrower MSITC JAXMAN X1 vorstellen. Neben dem immer populärer werdenden 26650-Format bei Taschenlampen bietet dieser kompakte Thrower eine ziemlich beeindruckende Leistung im Hinblick auf die maximale Reichweite sowie die Lux-Messung, doch dazu nachher mehr.

MSITC JAXMAN X1 Review Harnds Messer


 

Verpackung und Zubehör

Ausgeliefert wird die MSITC JAXMAN X1 in einer Pappschachtel. Ein Holster ist im Lieferumfang nicht enthalten, kann aber in Form des hochwertigen Flyye-Holsters als Zubehör im MSITC Shop bezogen werden. Im Lieferumfang enthalten sind ein Lanyard, ein Ersatz-O-Ring sowie eine englische und deutsche Bedienungsanleitung.

MSITC JAXMAN X1 Review Harnds Messer

MSITC JAXMAN X1 Review Harnds Messer

MSITC JAXMAN X1 Review Harnds Messer

MSITC JAXMAN X1 Review Harnds Messer


 

Erster Eindruck

Die MSITC JAXMAN X1 hinterlässt einen sehr guten Eindruck. Sie ist stabil und robust aufgebaut und liegt gut in der Hand. Bedient wird sie per Clicky am Lampenende, und wie nahezu alle MSITC JAXMAN-Taschenlampen bietet auch die X1 die Möglichlichkeit, jederzeit zwischen zwei Hauptbetriebsmodi umschalten zu können, doch dazu später noch mehr. Ich für meinen Teil bin ein großer Fan von 26650-basierten Taschenlampen, da ein qualitativ hochwertiger 26650-Akku wie beispielsweise der Soshine 26650 mit 5500 mAh deutlich längere Laufzeiten ermöglicht als vergleichbare Taschenlampen, die mit einem 18650-Akku betrieben werden – aus diesem Grund betrachte ich auch die Entscheidung von JAXMAN, die X1 mit einem 26650-Akku zu betreiben, als sehr vorteilhaft.

Dank des großen Lampenkopfes bzw. SMO-Reflektors erzielt die MSITC JAXMAN X1 eine Reichweite, die sich gewaschen hat. Selbst wenn die X1 “nur” 1000 Lumen hat, so kann sich manch größerer Thrower eine dicke Scheibe von ihr abschneiden. Um es gleich vorweg zu nehnmen: Ich habe die MSITC JAXMAN X1 mit 96.300(!) Lux gemessen, was für einen Thrower in dieser Größenklasse ein hervorragender Wert ist. Eine Reichweite von 500 Meter oder mehr ist mit der MSITC JAXMAN X1 kein Problem.

MSITC JAXMAN X1 Review Harnds Messer

MSITC JAXMAN X1 Review Harnds Messer

MSITC JAXMAN X1 Review Harnds Messer

MSITC JAXMAN X1 Review Harnds Messer

MSITC JAXMAN X1 Review Harnds Messer

Die Kühlrippen unterhalb des Lampenkopfes sorgen für ausreichende Kühlung, vor allem dann, wenn der High Mode verwendet wird. Mit meinen zum Test verwendeten Akkus von Soshine und Efest gab es keine Passprobleme mit dem Akkurohr. Da die MSITC JAXMAN X1 nicht über einen Lock-out verfügt, empfiehlt es sich, beim Transport der Lampe im Rucksack o.ä. die Tailcap ein wenig aufzudrehen, damit ein versehentliches Einschalten verhindert werden kann.


 

Verarbeitung

Wie schon erwähnt, bewegt sich auch die Verarbeitung und Qualität der MSITC JAXMAN X1 auf einem hohen Niveau und beweist wieder einmal mehr, dass auch weniger bekannte Marken den Vergleich mit etablierten Taschenlampen-Marken nicht scheuen müssen. Die Tailcap lässt sich leichtgängig abschrauben, das Gewinde ist sauber geschnitten und gefettet und gibt auch keine Geräusche von sich, wenn die Tailcap entfernt oder aufgesetzt wird. Der Clicky hat einen deutlich spürbaren Druckpunkt.

MSITC JAXMAN X1 Review Harnds Messer

MSITC JAXMAN X1 Review Harnds Messer

MSITC JAXMAN X1 Review Harnds Messer

MSITC JAXMAN X1 Review Harnds Messer

MSITC JAXMAN X1 Review Harnds Messer


 

Größenvergleich

Der obligatorische Größenvergleich mit meinen Referenzlampen Niwalker Nova MM15MB und Lumapower STRIVE darf natürlich nicht fehlen.

MSITC JAXMAN X1 Review Harnds Messer

Von links nach rechts: Niwalker Nova MM15MB, MSITC JAXMAN X1 und Lumapower STRIVE V2

 


User Interface

Wie andere MSITC JAXMAN-Taschenlampen verfügt auch die MSITC JAXMAN X1 neben einem mode memory über zwei Hauptbetriebsmodi, die sich vom Anwender umschalten lassen:

Modus A: Drei Leuchtmodi/Zwei Blinkmodi (high—mid—low / fast strobe-SOS)

  • High Mode: 1000 Lumen
  • Mid Mode : 400 Lumen
  • Low Mode: 60 Lumen
  • Fast Strobe :1000 Lumen 100 Hz   / STANDARD SOS

Modus B: Drei Leuchtmodi (high—mid—low)

  • High Mode: 1000 Lumen
  • Mid Mode : 400 Lumen
  • Low Mode: 60 Lumen

 

Das UI der MSITC JAXMAN X1 funktioniert wie folgt:

1. Ein- und ausgeschaltet wird die MSITC JAXMAN X1, indem der Seitenschalter durchgedrückt wird

2. Die einzelnen Leuchtmodi werden von Low bis High durchgeschaltet, indem der Clicky kurz gedrückt und dann losgelassen wird

3. Ist der gewünschte Leuchtmodus erreicht, wird der Clicky losgelassen

 

Das Umschalten zwischen den Hauptbetriebsmodi geschieht wie folgt:

1. Low Mode auswählen

2. Ca. fünf Sekunden warten, danach blinkt die Lampe kurz

3. Anschließend den Clicky zur Hälfte drücken, damit der neue Modus gespeichert wird

 

Auf diese Art und Weise kann jederzeit zwischen Modus A und Modus B umgeschaltet werden.


Laufzeiten und Lumen

Hier schuldet mir JAXMAN noch weitere Angaben, was die Laufzeiten angeht. Die Abstufung der Leuchtmodi sieht wie folgt aus:

  • High: 1000 Lumen
  • Mid: 400 Lumen
  • Low: 60 Lumen

 


Technische Details

 

  • CREE XPL HI-LED
  • SMO-Reflektor
  • Maximale Helligkeit: 1000 Lumen
  • Minimale Helligkeit: 60 Lumen
  • Reichweite: über 500 Meter
  • Elektronische Regelung sorgt für optimale Nutzung des Energieflußes bzw. der Akku-Kapazität
  • Wasserdicht nach IPX-8
  • Energieversorgung: 1 x 26650-Akku
  • Tailstand möglich
  • Aus hochwertigem und strapazierfähigem Flugzeug-Aluminium hergestellt
  • Anodisierung nach Type III
  • Beidseitig beschichtete Linse für optimale Leuchtleistung
  • Länge: 15,4 cm
  • Gewicht: 322 Gramm (ohne Akku/Batterien)

   


Luxmessung

Die Luxmessung habe ich sowohl mit einem IMR- als auch mit einem Lithium-Ionen-Akku vorgenommen, da mich interessiert hat, ob es signifikante Unterschiede bei der Luxmessung gibt. Um es gleich vorweg zu nehmen: Ja, es gibt Unterschiede, aber die sind eher marginal, und wenn maximale Laufzeit das primäre Kriterium ist, dann würde ich dem Soshine 26650 5500 mAh-Akkku den Vorzug geben. Für die Luxmessung kamen jeweils ein frisch geladener Efest IMR 26650 5200 mAh- und ein Soshine 26650 5500 mAh-Akku zum Einsatz.

a) Soshine 26650 5500 mAh: 96.300 Lux@1m
b) Efest IMR 26650 5200 mAh: 93.100 Lux@1m

Eines möchte ich an dieser Stelle jedoch ganz klar zum Ausdruck bringen: 96.000 Lux sind für eine Taschenlampe in dieser Preis- und Größenklasse ein sensationeller Wert, der sich sehen lassen kann. Es ist nicht übertrieben, wenn ich sage, dass hier nicht viele Taschenlampen mithalten können, wenn es um kompakte Thrower geht – vergleichbare Taschenlampen haben deutlich geringere Luxwerte!


 

Video

Ein Video aus der Serie Helle Taschenlampen@Night zeigt die MSITC JAXMAN X1 im nächtlichen Einsatz:

 

MSITC JAXMAN X1 nightly video review


Fazit

Um es mal direkt auf den Punkt zu bringen: Die MSITC JAXMAN X1 ist innerhalb ihrer Preis- und Größenklasse für mich eine echte Granate. JAXMAN hat hier alles richtig gemacht, angefangen beim Betrieb mit einem 26650-Akku und den damit verbundenen längeren Laufzeiten bis hin zum SMO-Reflektor mit einer enormen Reichweite. Die MSITC JAXMAN X1 sollte auch wirklich als Thrower und nicht als Allrounder betrachtet und eingesetzt werden, denn der Beam hat einen klaren Schwerpunkt auf Reichweite (stark gebündleter Spot) und nicht auf einer möglichst universellen Ausleuchtung des nahen und mittleren Bereichs. Die von mir durchgeführte Luxmessung hat Werte ergeben, die ich schlichtweg als sensationell bezeichnen würde, und von daher bin ich mir ziemlich sicher, dass die MSITC JAXMAN X1 in dieser Preis- und Größenklasse nicht viel Konkurrenz hat. Ich kann jedem nur empfehlen, sich selbst darüber zu informieren, welche Taschenlampen in diesem Bereich hinsichtlich der Lux-Werte mithalten können – man wird sie vermutlich an einer Hand abzählen können.

Insofern kann ich die MSITC JAXMAN X1 als kompakten Thrower, der mit einem 26650-Akku betrieben wird, definitiv empfehlen. Selbst wenn die Lampe “nur” 1000 Lumen im High Mode hat, so spielt sie dennoch hinsichtlich der Reichweite und der Luxwerte ganz vorne mit. Es sind eben nicht nur möglichst viele Lumen entscheidend, sondern auch noch andere Faktoren, wie beispielsweise ein passender Reflektor, der zum Gesamtpaket passen muss. Der einzige Nachteil ist aus meiner Sicht, dass kein passendes Holster mitgeliefert wird, aber das kann man für kleines Geld und in guter Qualität bei uns im Shop erwerben.

MSITC JAXMAN X1 Review Harnds Messer

 


Bezugsquelle

Die MSITC JAXMAN X1 ist im MSITC Shop und im Taschenlampen-Shop erhältlich. Bitte beachten Sie dazu auch Produktankündigungen auf Facebook und in unserem Support-Forum:

https://www.facebook.com/msitcshop
https://www.helle-taschenlampen.de/forums/neuheiten-und-produktank%C3%BCndigungen.6/

MSITC JAXMAN-Taschenlampen ab Mitte März 2016 im MSITC Shop verfügbar

Nicht jeder möchte für eine qualitativ gute Taschenlampe einen Batzen Geld hinblättern, und so ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass ich regelmäßig danach gefragt werde, ob es auch “günstige” Taschenlampen bei uns im Shop gibt. Natürlich gibt es die, und nicht jeder braucht ein Premium-Modell einer bekannten Marke wie Fenix oder EAGTAC, um damit glücklich zu werden. Eine Zweitlampe fürs Auto beispielsweise soll einfach nur zuverlässig funktionieren, Komfortfunktionen wie eine Ladestandsanzeige im Seitenschalter sind dort nicht gefordert.

Mit der LM-Serie von Lumapower bieten wir bereits Budget-Lampen an, die sich durch ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis auszeichnen. Die LM-Serie deckt jedoch nicht alle Wünsche und Anforderungen unserer Kunden ab, und so habe ich Ausschau nach einer Marke gehalten, die nicht nur qualitativ problemlos mit teureren Taschenlampen mithalten kann, sondern darüber hinaus auch eine Anpassung des Benutzerinterfaces (UI) an die eigenen Bedürfnisse erlaubt. Last but not least sollte auch sichergestellt sein, dass diese Marke von der kleinen bis zur (ganz) großen Taschenlampe alles abdeckt und sich natürlich auch auf dem aktuellsten Stand der Technik befindet.

Nun, um eine lange Geschichte kurz zu machen: Ich bin fündig geworden, und ab Mitte März 2016 werden wir unser Portfolio um die Marke MSITC JAXMAN erweitern. Vielleicht hat der eine oder andere schon mal von JAXMAN gehört, falls nicht, ist das auch nicht weiter tragisch. MSITC JAXMAN ist eine kleine, aber feine Taschenlampenmanufaktur, die auf bewährte Konzepte setzt. Ich möchte das anhand eines Beispiels verdeutlichen, und zwar am Benutzerinterface einer Taschenlampe. Es gibt dutzende von Möglichkeiten, wie sich eine Taschenlampe bedienen lässt, und wahrscheinlich noch mehr Möglichkeiten, versteckte Blinkmodi wie SOS oder Strobe aufzurufen. Was für den einen sinnvoll und nützlich ist, ist für den anderen sinnloser Firlefanz, und an nichts scheiden sich meiner Erfahrung nach die Gemüter mehr als an der Frage, ob Blinkmodi wirklich vorhanden sein müssen oder nicht.

Ich für meinen Teil kann gut auf unnützes Geblinke verzichten, aber die Geschmäcker sind da wie gesagt verschieden, und deshalb verfügt jede MSITC JAXMAN-Taschenlampe über die Möglichkeit, jederzeit zwischen zwei Hauptbetriebsmodi wechseln zu können.

Die Hauptbetriebsmodi bestehen aus zwei Gruppen, wovon die eine nur drei reguläre Leuchtmodi und die andere das volle Programm, bestehend aus Leucht- und Blinkmodi (SOS und Strobe), umfasst. Der gewünschte Betriebsmodus lässt sich jederzeit umschalten, was dMSITC JAXMAN-Taschenlampen aus meiner Sicht sehr flexibel macht. Im Gegensatz zu so mancher High End-Taschenlampe ist das Umschalten hier absolut trivial. Ein weiterer Punkt, der für MSITC JAXMAN-Taschenlampen spricht, ist die hochwertige Verarbeitung, denn diese ist in keinster Weise vergleichbar mit den zahlreichen unsäglichen China-Taschenlampen, die für ein paar Euro auf eBay angeboten werden.

Selbstverständlich kommen auch Fans von leistungsstarken Taschenlampen mit hoher Reichweite und starker Leuchtleistung nicht zu kurz. Das aktuelle High End-Modell MSITC JAXMAN X6 befindet sich – wie alle anderen MSITC JAXMAN-Taschenlampen natürlich auch – auf dem aktuellen Stand der Technik und ist ein echtes Reichweitenmonster, was natürlich auch für das kleinere Modell MSITC JAXMAN X1 gilt. Mit der MSITC JAXMAN Z1 mit XHP50-LED werden wir auch unser Portfolio an fokussierbaren Taschenlampen nach oben erweitern – dieses Modell spielt speziell im Bereich der fokussierbaren Taschenlampen definitiv ganz vorn mit, und zwar sowohl was die Reichweite als auch die Technik angeht. Bei allen Lampen wird konsequent auf das 26650-Akkuformat gesetzt, was ich aufgrund der vielen Vorteile für äußerst sinnvoll halte.

jaxman_z1_1 

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Mit der MSITC JAXMAN Mini C8 und der MSITC JAXMAN E2 werden wir zwei Taschenlampen anbieten, die im Kompakt- bzw. EDC-Bereich angesiedelt sind, und auch hier gibt es für kleines Geld viel Leistung für all jene, die wie eingangs erwähnt auf der Suche nach einer günstigen Taschenlampe sind. Abschließend möchte ich nochmal kurz die Vorteile von MSITC JAXMAN-Taschenlampen zusammenfassen:

  • Leichte Bedienbarkeit
  • Angemessenes Preis-/Leistungsverhältnis
  • Benutzerinterface konfigurierbar
  • Lampen befinden sich auf dem aktuellen Stand der Technik

Neben den hier erwähnten Taschenlampen werden wir in Zukunft natürlich auch weitere MSITC JAXMAN-Modelle wie UV-Taschenlampen anbieten, und Reviews zu den einzelnen MSITC JAXMAN-Modellen werden nach Produktverfügbarkeit folgen.

Review: MSITC Manker U11 XP-L V5 1050 ANSI-Lumen max.

 

Einführung

Manker ist eine relativ junge Taschenlampenmanufaktur, die aber meines Erachtens schon jetzt bemerkenswerte Modelle im Portfolio hat. So gibt es u.a. die Manker Godmes, die rein äußerlich zunächst nach Spielzeug aussehen mag, es in Wahrheit aber faustdick hinter den Ohren hat. Ich jedenfalls kenne nicht viele Taschenlampen, die sich via Smartphone-App und BlueTooth nach eigenem Gusto programmieren lassen. Das Mastermind von Manker ist ein Ingenieur, der bereits umfangreiche Erfahrungen bei einem anderen und hauptsächlich in China sehr bekannten Taschenlampen-Hersteller sammeln konnte und somit nicht als unbedarfter Neuling gelten kann; ganz im Gegenteil versucht Manker auch etwas ausgefallenere Taschenlampen umzusetzen.

Mit der MSITC Manker U11 wird das Portfolio durch eine EDC-Taschenlampe im kompakten Format mit integrierter Lademöglichkeit via Micro USB-Port ergänzt. Wie die MSITC Manker U11 sich so in der Praxis macht, werde ich in diesem Review näher erläutern.

Review Manker U11 und Manker E01

 

 

Verpackung und Zubehör

Ausgeliefert wird die MSITC Manker U11 in einer Pappschachtel mit folgendem Zubehör:

  • USB-Ladekabel (Micro USB)
  • Ersatz-O-Ring
  • Ersatz-Gummiabdeckung für Micro USB-Port
  • Bedienungsanleitung (deutsch/englisch)

Review Manker U11 und Manker E01

Review Manker U11 und Manker E01

 

Ein Holster ist im Lieferumfang nicht enthalten, dafür aber ein (abnehmbarer) Clip, mit dem sich die Lampe beispielsweise am Hosenbund oder in der Hosentasche befestigen lässt.

 
 

 

Erster Eindruck

Da ich auch schon andere Manker-Taschenlampen in der Hand hatte bzw. das Produktfolio von Manker mittlerweile kenne, war ich gespannt, ob die U11 qualitativ mit anderen Manker-Taschenlampen mithalten kann. Um es gleich vorweg zu nehmen: Ja, sie kann. Die MSITC Manker U11 ist ein echter Handschmeichler und spielt qualitativ ebenfalls wieder ganz vorne mit. An meinem Review-Exemplar habe ich nichts gefunden, an dem was auszusetzen gewesen wäre. Von der Größe her geht die MSITC Manker U11 für mich gerade noch so als EDC-Taschenlampe durch, vor allem wenn man bedenkt, dass im Prinzip auch gleich noch ein Ladegerät in der Lampe vorhanden ist, doch dazu nachher noch mehr.

Bedient wird die MSITC Manker U11 komplett über einen Seitenschalter, auf das UI der Lampe werde ich noch genauer eingehen. Der mitgelieferte Clip lässt sich entfernen, allerdings muss man hier schon etwas Kraft walten lassen, um ihn der U11 zu entreißen. Im Gegenzug bedeutet das jedoch auch, dass es relativ unwahrscheinlich sein dürfte, dass sich der Clip im angeclipten Zustand selbständig macht und sich löst. Die Micro USB-Ladebuchse befindet sich unter einer Gummiabdeckung, die bündig abschließt und keine erkennbaren Schwachstellen aufweist, an denen Wasser eindringen könnte; die Gummiabdeckung bzw. die integrierte Lademöglichkeit ist gleichwohl auch der Grund dafür, dass die Lampe vom Hersteller nicht mit IPX8, sondern mit IPX6 bzgl. der Wasserdichtigkeit spezifiert wird. Ein Wasserguss oder selbst ein längerer Aufenthalt im strömenden Regen wird der MSITC Manker U11 sicher nichts ausmachen, wenn man den Micro USB-Port richtig verschließt bzw. abdichtet.

Review Manker U11 und Manker E01

Review Manker U11 und Manker E01

Review Manker U11 und Manker E01

Review Manker U11 und Manker E01

Apropos Abdeckung: Das ist zwar nur ein kleines Detail, aber aus meiner Sicht ein recht pfiffiges. Da Gummilaschen bei häufiger Verwendung durchaus auch mal abreißen können, wenn man etwas grobmotorisch ans Werk geht, hat Manker bei der Konstruktion der U11 darauf geachtet, dass die Gummiabdeckung als ganzes ausgetauscht werden kann und nicht fest mit der Lampe verbunden ist. Im Klartext: Selbst wenn die Gummiabdeckung einmal kaputt gehen sollte, dann lässt sie sich jederzeit vollständig ersetzen.

Ansonsten möchte ich die MSITC Manker U11 durchaus mit dem bekannten Wolf im Schafspelz vergleichen: Sie sieht unscheinbar aus, aber 1050 ANSI-Lumen in der höchsten Leuchtstufe ist für eine Taschenlampe in der Größenordnung schon eine echte Ansage – an diese Leistung reichen auch viele größere Taschenlampen nicht heran…

Review Manker U11 und Manker E01

 

 

Verarbeitung

Ich hatte es ja schon erwähnt: An der Verarbeitung und der Qualität meines Samples gibt es aus meiner Sichts nichts auszusetzen. Die LED ist sauber zentriert, das Gewinde ist sauber geschnitten und kratzt nicht, wenn man den Deckel an der Tailcap entfernt. Der Seitenschalter lässt sich auch bei Dunkelheit noch gut ertasten, da er ein wenig erhöht ist, und auch mit Handschuhen lässt er sich noch gut bedienen. Der Seitenschalter erfüllt übrigens noch eine weitere Funktion, und zwar die Visualisierung der Akkustandanzeige.

Wenn ein Akku in der Lampe geladen wird, dann pulsiert die im Seitenschalter integrierte Leuchte blau und geht aus, sobald der Akku fertig geladen ist. Darüber hinaus wird auch angezeigt, wenn die Akkukapazität zur Neige geht – sobald die Akkuspannung unter 3V fällt, wird dies mit einem Blinken der Statusanzeige quittiert. Sicher ist das heutzutage kein besonderes Highlight mehr, es sorgt aber trotzdem dafür, dass man nicht unvermittelt im Dunklen steht, nur weil der Akku zum unpassendsten Zeitpunkt keine Energie mehr liefert.

Review Manker U11 und Manker E01

Review Manker U11 und Manker E01

Review Manker U11 und Manker E01

Review Manker U11 und Manker E01

Review Manker U11 und Manker E01

Review Manker U11 und Manker E01

Review Manker U11 und Manker E01

Review Manker U11 und Manker E01

Review Manker U11 und Manker E01

 

 

 

 

User Interface

Das User Interface (UI) der MSITC Manker U11 lehnt sich stark an jenes der MSITC Manker Quinlan T-01 an. Generell verfügt die MSITC Manker U11 über zwei Hauptbetriebsmodi (General Mode und Pro Mode), wobei ich in diesem Review jedoch nur auf den General Mode eingehen möchte, der auch defaultmäßig aktiviert ist und mit dem der “normale” Anwender bestens bedient sein dürfte. Wer sich dennoch mit dem Pro Mode vergnügen möchte, findet in der Bedienungsanleitung weitere Hinweise zu diesem Thema. Ein kurzer Hinweis noch in eigener Sache dazu: Ich wurde bereits nach der Veröffentlichung meines MSITC Manker Quinlan T-01-Reviews gefragt, warum ich mich nur auf den General Mode beschränkt habe.

Die Antwort darauf ist ganz simpel: Aus Kundengesprächen weiß ich, dass die Anzahl der echten Flashaholics/Lampen-Nerds überschaubar ist, und diese Zielgruppe krempelt ihre Taschenlampen üblicherweise sowieso erst mal komplett um und muss deshalb nicht erst in einem Review nachlesen, wie es ans eingemachte geht. Der viel größere Teil hingegen legt Wert auf eine einfache Bedienung und benötigt zusätzlichen Schnickschnack üblicherweise auch nicht, und von daher beschränke ich mich auf das wesentliche.

Nun aber zur Bedienung der Taschenlampe:

Generell hat die MSITC Manker U11 nur ein Bedienelement, und das ist der Seitenschalter, der am Lampenkopf untergebracht ist. Über ihn wird die Lampe ein- und ausgeschaltet, darüber hinaus lassen sich damit die fünf Leuchtmodi sowie die drei versteckten Blinkmodi aktivieren. In der Praxis stellt sich das ganze so dar:

1. Ein- und ausschalten der Lampe erfolgt über den Seitenschalter, indem dieser für ca. eine Sekunde gedrückt gehalten wird. Damit wird der zuletzt verwendete Modus (Low bis Turbo) reaktiviert.

2. Wird der Seitenschalter nur kurz gedrückt, dann wird der Moonlight Mode aktiviert. Durch weiteres Drücken des Seitenschalters werden dann der Reihe nach alle weiteren regulären Leuchtmodi ausgewählt, und dank Mode Memory merkt sich die MSITC Manker U11 den zuletzt verwendeten Modus und stellt ihn nach dem Einschalten automatisch wieder her.

3. Durch zweimaliges schnelles Drücken des Seitenschalters werden die versteckten Blinkmodi aufgerufen, die sich dann ebenfalls wieder durch einen Druck auf den Seitenschalter wechseln lassen, und zwar in folgender Reihenfolge: Strobe, SOS und Beacon. In diesem Modus steht kein Mode Memory zur Verfügung.

4. In den regulären Leuchmodus gelangt man abermals durch zweimaliges schnelles Drücken des Seitenschalters zurück.

Vorteilhaft finde ich, dass der Seitenschalter der MSITC Manker U11 so ausprägt ist, dass man ihn zum einen auch bei Dunkelheit schnell und gut ertasten kann und er sich zum anderen auch mit Handschuhen noch gut bedienen lässt. Ich möchte nicht verschweigen, dass man sich am Anfang etwas umstellen muss, wenn man bereits zahlreiche andere Taschenlampen sein eigen nennt, denn bei anderen Modellen werden die regulären Leuchtmodi üblicherweise weitergeschaltet, indem der Clicky gedrückt gehalten wird. Ein großes Problem ist das meines Erachtens jedoch nicht, man gewöhnt sich recht schnell an das UI der MSITC Manker U11. Pfiffig finde ich auf jeden Fall die Sache mit dem schnellen Zugriff auf den Moonlight Mode.
 

 

Laufzeiten und Lumen

  • Moonlight Mode: 0,07 Lumen/45 Tage
  • Low Mode: 40 Lumen/41 Stunden
  • Medium Mode: 180 Lumen/8 Tage 2 Stunden
  • High Mode: 420 Lumen/3 Stunden
  • Turbo Mode: 1050 Lumen/1,5 Stunden

Alle Angaben basieren auf ANSI-Lumen, zur Messung wurde von Manker ein Sanyo 18650 3400 mAh-Akku verwendet. Zu den einzelnen Leuchtmodi sei gesagt, dass sie meiner Meinung nach gut abgestuft sind. Darüber hinaus ist der verwendete Treiber effizient und ermöglicht gute bis sehr gute Laufzeiten. Während meiner Tests mit der MSITC Manker U11 habe ich festgestellt, dass ich indoor mit dem Low Mode üblicherweise bestens bedient war und hellere Leuchtmodi im Haus gar nicht erforderlich waren.

 

 
 

 

Technische Details

  • CREE XP-L V5 LED
  • Titaniumbeschichteter abnehmbarer Clip
  • Hocheffizienter Treiber für optimale Performance und lange Laufzeiten
  • Peak beam intensity: 16.000cd
  • Integriertes Ladegerät (Micro USB)
  • Reichweite: 252 Meter (Herstellerangabe)
  • Länge: 10,5 cm
  • Durchmesser Batterierohr: 2,54 cm
  • Durchmesser Lampenkopf: 3,1 cm
  • Aus strapazierfähigem Flugzeugaluminium hergestellt
  • Anodisierung nach Type III
  • Wasserdicht nach IPX-6
  • OP-Reflektor
  • Akku-/Ladestandanzeige
  • Bedienung über Seitenschalter
  • Doppelseitig antireflexbeschichtete Linse
      

 

Größenvergleich

Wie üblich darf der Größenvergleich mit meinen Referenzlampen Niwalker Nova MM15MB sowie Lumapower STRIVE V2 nicht fehlen.

Review Manker U11 und Manker E01

 

Von links nach rechts: Niwalker Nova MM15, MSITC Manker U11 und Lumapower STRIVE V2

 

 

Luxmessung

Die Luxmessung habe ich mit einem frisch geladenen Soshine 18650 3400 mAh-Akku durchgeführt und damit 15800 Lux@1m gemessen.

 

 

Video

Ein Video aus der Serie Helle Taschenlampen@Night zeigt die MSITC Manker U11 im Einsatz bei Nacht, und zwar mit einem Outdoor- und Indoor-Teil. Mit dem Indoor-Teil komme ich dem Wunsch vieler Leser meiner Reviews nach, und ich für meinen Teil halte es auch für eine sinnvolle Ergänzung.

Nightly video review of Manker U11

 

Pro und Contra

+ Sehr hell
+ Effizienter Treiber mit guter Regelung
+ Integrierte Lademöglichkeit

– Kein Holster im Lieferumfang enthalten

 
 

Fazit

Die MSITC Manker U11 vermag mich zu begeistern. Zum einen erhält man einen ordentlichen Gegenwert auf dem modernsten Stand der Taschenlampen-Technik für sein Geld, und zum anderen erfüllt die MSITC Manker U11 ihre Aufgabe als EDC- bzw. Immer dabei-Taschenlampe mit Bravour. Bedingt durch die integrierte Lademöglichkeit ist die U11 aus meiner Sicht auch eine tolle Taschenlampe für den Einstieg in die Welt der leistungsfähigen Lithium-Ionen-Taschenlampen, denn die Investition in ein zusätzliches Ladegerät für Lithium-Ionen-Akkus kann man sich damit sparen – USB-Anschlüsse düfte man heutzutage in nahezu jedem Haushalt (Computer/Laptop) antreffen, an denen sich die MSITC Manker U11 laden lässt.

Davon abgesehen, hat es die MSITC Manker U11 auch leistungsmäßig faustdick hinter den Ohren. 1050 ANSI-Lumen auf höchster Leuchtstufe ist ein Wert, der teilweise nicht einmal von deutlich größeren Taschenlampen erzielt wird. Egal, ob für den abendlichen Hundespaziergang oder als Leselampe im Moonlight Mode bei Nacht: Die MSITC Manker U11 ist eine sehr vielseitige Taschenlampe, an der man lange seine Freude haben dürfte.

Review Manker U11 und Manker E01

 

Bezugsquelle

Die MSITC Manker U11 ist im MSITC Shop sowie im Taschenlampen-Shop zum Preis von 69,90 Euro erhältlich.

Manker U11 und Manker E01 ab ca. Mitte Februar 2016 im MSITC Shop verfügbar

Voraussichtlich ab Mitte Februar 2016 werden zwei neue Taschenlampen von Manker lieferbar sein. Es handelt sich dabei um die Manker U11 und um die Manker E01, eine kleine EDC-Taschenlampe für den Schlüsselbund. Die Manker U11 ist ebenfalls eine (größere) EDC-Taschenlampe und wird mit einem 18650-Akku befeuert. Die Leistungsdaten beider Lampen können sich sehen lassen; besonders interessant bei der Manker U11 ist die integrierte Lademöglichkeit via Micro USB-Port, denn das erspart die Anschaffung eines zusätzlichen Ladegerätes. Auch sonst muss die Manker U11 keinen Vergleich mit adäquaten Modellen von anderen Herstellern scheuen.

Laut Manker war die erste Charge der U11 aufgrund der hohen Nachfrage schnell vergriffen, ein neuer Batch wird nach Chinese New Year produziert. Manker wollte mir vor Chinese New Year noch zwei Review-Exemplare (U11 und E01) zukommen lassen; sobald ich diese habe, werde ich ein Review zu beiden Lampen veröffentlichen.

 

Technische Details Manker U11

  • CREE XP-L V5 LED
  • Hocheffizienter Treiber für optimale Performance und lange Laufzeiten
  • Peak beam intensity: 16.000cd
  • Integriertes Ladegerät (Micro USB)
  • Reichweite: 252 Meter (Herstellerangabe)
  • Länge: 8,4 cm
  • Durchmesser Batterierohr: 2,0 cm
  • Durchmesser Lampenkopf: 2,9 cm    
  • Aus strapazierfähigem Flugzeugaluminium hergestellt
  • Anodisierung nach Type III
  • Wasserdicht nach IPX-6
  • OP-Reflektor
  • Bedienung über Seitenschalter
  • Doppelseitig antireflexbeschichtete Linse

 

Technische Details Manker E01

  • NICHIA 90CRI NVSW219C-R9050-SW40 LED
  • Max. 102 ANSI-Lumen
  • OP-Reflektor
  • Rotary Switch
  • Betrieb mit 1 x AAA-Batterie/NiMH-Akku
  • Aus strapazierfähigem Flugzeugaluminium hergestellt
  • Anodisierung nach Type III
  • Wasserdicht nach IPX-8

Review: MSITC MecArmy PT16 3 x XP-G2 1000 Lumen max.

 


Einführung

Die Marke MSITC MecArmy ist in Deutschland bislang noch wenig bekannt, das dürfte sich aber in Zukunft meiner Meinung nach ändern. Mit MecArmy gibt es nicht noch einen weiteren von vielen unbekannten Taschenlampen-Herstellern, sondern eine Lampenschmiede, die sich auf kleine und feine Edel-Taschenlämpchen im Kleinstformat spezialisert hat. Ein schickes Beispiel dafür ist die MSITC MecArmy illumineX-Serie, deren Modelle sich mit einer Länge von max. 4,3 cm allesamt im Mikrobereich bewegen, aber mit 130 ANSI-Lumen manch größerer Taschenlampe in nichts nachstehen – zu dieser Serie wird es aber noch ein gesondertes Review geben.

Heute möchte ich mich auf die MSITC MecArmy PT16 konzentrieren, die auf jeden Fall auch ein Review verdient hat. Mit der MSITC MecArmy PT16 erwirbt man eine EDC-Taschenlampe auf dem aktuellen Stand der LED-Lampentechnik, die mit einem 16340-Akku betrieben wird und mit drei XP-G2-LEDs laut Hersteller maximal 1000(!) Lumen liefert. Klingt unglaublich, MecArmy hat mir aber bestätigt, dass es wirklich so sein soll. Was dieser Lampenzwerg mit nur 6,7 cm Länge sonst noch zu bieten hat, werde ich in diesem Review näher beleuchten.

MSITC MecArmy PT16 und illumineX Ti matte

 


Verpackung und Zubehör

Die MSITC MecArmy wird in einer schicken Verpackung mit diesem Zubebehör ausgeliefert:

  • O-Ring
  • Befestigungsring für den Schlüsselbund
  • Lanyard
  • Bedienungsanleitung

MSITC MecArmy PT16 und illumineX Ti matte

MSITC MecArmy PT16 und illumineX Ti matte

MSITC MecArmy PT16 und illumineX Ti matte

MSITC MecArmy PT16 und illumineX Ti matte

 

 

 


Erster Eindruck

Das erste, was einem bei der PT16 sofort ins Auge sticht, ist die für eine EDC-Taschenlampe eher unübliche Verwendung von drei XP-G2-LEDs. Der Micro USB-Anschluss verbirgt sich unterhalb des Lampenkopfes und wird durch diesen geschützt, wenn er aufgeschraubt ist; das erklärt dann auch die Wasserdichtigkeit nach IPX-8.

MSITC MecArmy PT16 und illumineX Ti matte

MSITC MecArmy PT16 und illumineX Ti matte

MSITC MecArmy PT16 und illumineX Ti matte

MSITC MecArmy PT16 und illumineX Ti matte

MSITC MecArmy PT16 und illumineX Ti matte

Zur vereinfachten Bedienung dürfte auch der Seitenschalter beitragen, mit dem die Lampe ein- und ausgeschaltet wird; außerdem ist der Seitenschalter auch noch für die Leucht- und Blinkmodi zuständig, doch dazu gleich mehr. Insgesamt bewegt sich die Verarbeitung der MSITC MecArmy PT16 auf einem hohen Niveau, das aus meiner Sicht keinen Grund zur Klage bietet. Die Anodisierung ist fehlerfrei, und das Gewinde lässt sich geschmeidig auf- und zudrehen, wenn die Tailcap abgenommen wird.

MSITC MecArmy PT16 und illumineX Ti matte

MSITC MecArmy PT16 und illumineX Ti matte

MSITC MecArmy PT16 und illumineX Ti matte

MSITC MecArmy PT16 und illumineX Ti matte

MSITC MecArmy PT16 und illumineX Ti matte

MSITC MecArmy PT16 und illumineX Ti matte

MSITC MecArmy PT16 und illumineX Ti matte

MSITC MecArmy PT16 und illumineX Ti matte

MSITC MecArmy PT16 und illumineX Ti matte

 


Größenvergleich

Der obligatorische Größenvergleich mit meinen Referenzlampen Niwalker Nova MM15 und Lumapower STRIVE V2 darf an dieser Stelle natürlich nicht fehlen. Ergänzend dazu gibt es auch noch einen Größenvergleich mit der MSITC MecArmy illumineX Nano-EDC, die ebenfalls ab Januar 2016 im MSITC Shop verfügbar sein wird.

MSITC MecArmy PT16 und illumineX Ti matte

Von links nach rechts: Niwalker Nova MM15, MSITC MecArmy PT16 und Lumapower STRIVE V2

MSITC MecArmy PT16 und illumineX Ti matte

MSITC MecArmy PT16 und illumineX Ti matte

Von links nach rechts: R2-D2, MSITC MecArmy illumineX, MSITC MecArmy PT16 und Meister Yoda

 

Akku-Kompatibilität

Getestet habe ich die PT16 mit 16340-Akkus von Keeppower, MecArmy und Soshine. Mit diesen Akkutypen gab es weder mechanische noch sonstige Probleme.

MSITC MecArmy PT16 und illumineX Ti matte

 


User Interface

Eingeschaltet wird die MSITC MecArmy PT16, indem der Seitenschalter komplett durchgedrückt wird; das gilt analog auch für das Ausschalten der Lampe. In eingeschaltetem Zustand werden die vier Leuchtmodi der Reihe nach aktiviert, indem der Seitenschalter halb durchgedrückt wird. Der Strobe Mode kann aus jedem anderen Modus heraus aktiviert werden, indem zweimal hintereinander schnell der Seitenschalter gedrückt wird; ausgeschaltet wird er auf die gleiche Art und Weise. Außerdem kann der SOS Mode aktiviert werden, indem bei eingeschaltetem Strobe Mode der Seitenschalter länger als eine Sekunde gedrückt wird.

Darüber hinaus besitzt die MSITC MecArmy PT16 einen Mode Memory, der den zuletzt verwendeten Modus direkt nach dem Einschalten wieder herstellt. Um den Mode Memory zu aktivieren, muss der entsprechende Leuchtmodus für mehr als drei Minuten aktiv sein. Ach ja, der Vollständigkeit halber möchte ich noch erwähnen, dass die MSITC MecArmy PT16 über zwei Hauptbetriebsmodi verfügt. Ehrlich gesagt bin ich jedoch der Meinung, dass die meisten Anwender mit dem primären Betriebsmodus bereits ausreichend versorgt sein dürften und der sekundäre Hauptbetriebsmodus allenfalls für echte Flashaholics interessant sein dürfte, deshalb verweise ich an dieser Stelle auch auf die Bedienungsanleitung, in der das Umswitchen genauer beschrieben wird.

MSITC MecArmy PT16 und illumineX Ti matte

MSITC MecArmy PT16 und illumineX Ti matte

 

Integriertes Ladegerät

Wenn die interne Ladefunktion verwendet werden soll, dann muss der Lampenkopf abgeschraubt werden, um ein entsprechendes Ladekabel am Micro USB-Port anschließen zu können. Folgende Zustände werden über eine LED/Ladeanzeige dargestellt:

1. LED ist rot: Akku wird geladen

2. LED ist grün: Akku ist fertig geladen

3. LED ist aus: Kein Ladevorgang bzw. Akku ist noch voll

MecArmy gibt eine Ladedauer von ca. 90 Minuten an, bis der Akku (wieder) voll ist.

MSITC MecArmy PT16 und illumineX Ti matte

MSITC MecArmy PT16 und illumineX Ti matte

 

 

Leuchtmodi und Laufzeiten

  • Turbo: 1000 Lumen/35 Minuten
  • High: 420 Lumen/60 Minuten
  • Mid: 100 Lumen/4 Stunden
  • Low: 5 Lumen/20 Stunden

Die MSITC MecArmy PT16 bietet insgesamt vier reguläre Leucht- sowie zwei Blinkmodi, die aber glücklicherweise als hidden modes definiert sind und deshalb nicht in der normalen Schaltreihenfolge auftauchen. Dank eines Mode Memory speichert die PT16 den zuletzt verwendeten Leuchtmodus, allerdings muss sie dafür vorher drei Minuten in diesem Leuchtmodus aktiviert gewesen sein – im Vergleich mit anderen Taschenlampen ist das eine ziemlich lange Zeit, üblicherweise wird der Mode Memory bereits nach wenigen Sekunden aktiviert.

Ansonsten sind die Leuchtmodi meines Erachtens gut abgestuft und das Geblinke ist versteckt untergebracht, so dass es nicht versehentlich aktiviert werden kann.

 


Beamshots

Da es meines Erachtens wenig Sinn macht, mit einer EDC-Taschenlampe die große weite Welt beleuchten zu wollen, gibt es nachfolgend zwei Inhouse-Beamshots. Ich habe mich für den Medium Mode und den Turbo Mode entschieden, um einen besseren Vergleich zu ermöglichen – der Low Mode war zu dunkel für den Kamerasensor. Die PT16 war für die Beamshots mit einem frisch geladenen Soshine 16340-Akku bestückt. Auf beiden Bildern lässt sich die floodermäßige Leuchtcharakteristik der MSITC MecArmy PT16 gut erkennen.

MSITC MecArmy PT16 und illumineX Ti matte

Medium Mode

MSITC MecArmy PT16 und illumineX Ti matte

Turbo Mode

 

 

 

Video

Ein Video aus der Serie Helle Taschenlampen@Night zeigt die MSITC MecArmy PT16 beim nächtlichen Einsatz, dieses Mal allerdings indoor und nicht draußen. Der Grund dafür ist ganz einfach: Es macht meines Erachtens wenig Sinn, mit einer EDC-Taschenlampe aus dem Fenster zu leuchten, weil die Reichweite einfach zu begrenzt ist und nicht das tatsächliche Leuchtverhalten einer kleinen EDC-Taschenlampe widerspiegelt.

MSITC MecArmy PT16 at night

 

Pro und Contra

+ Sehr hell
+ Fluter im EDC-Format
+ Leichtgängiger Seitenschalter

+ Integrierte Lademöglichkeit via Micro USB-Port

– Leuchtmodus muss drei Minuten aktiv sein, damit der Mode Memory funktioniert
– Blitzt beim Einschalten kurz hell auf, selbst wenn der Low Mode aktiviert ist

 


 

Fazit

Mit der MSITC MecArmy PT16 ist eine kompakte EDC-Taschenlampe im 16340-Format erhältlich, die als erste mir bekannte Taschenlampe in dieser Größenklasse mit drei XP-G2-LEDs ausgestattet ist. Im direkten Vergleich mit gleichartigen Taschenlampen mag man vielleicht zunächst an der Herstellerangabe von 1000 Lumen zweifeln, allerdings darf man auch nicht vergessen, dass die MSITC MecArmy PT16 keine throworientierte Lampe, sondern eher ein Fluter im EDC-Format ist. Selbst wenn es nicht ganz 1000 Lumen sein sollten: Die MSITC MecArmy PT16 gehört zweifelsohne zu den hellsten mir bekannten EDC-Taschenlampen. Die Möglichkeit, via Micro USB-Port den Akku direkt in der Lampe zu laden, gefällt mir ebenfalls sehr gut, denn das erspart die Anschaffung eines externen Ladegerätes, falls noch nicht vorhanden.

Alles in allem betrachtet, ist es sicher nicht verkehrt zu behaupten, dass MecArmy mit der PT16 eine leistungsfähige EDC-Taschenlampe auf dem aktuellen Stand der Technik auf den Markt gebracht hat, und ich bin sicher, dass von diesem Hersteller in Zukunft noch weitere interessante Modelle folgen werden – einen kurzen Hinweis dazu findet man schon auf der Verpackung der PT16…

MSITC MecArmy PT16 und illumineX Ti matte

 

Bezugsquelle

Die MSITC MecArmy PT16 ist im MSITC Shop und im Taschenlampen-Shop ab Januar 2016 erhältlich.

Niwalker News 2016: Produktankündigungen für Q1/2016

Wie Niwalker mir heute bestätigt hat, soll noch vor dem Chinese New Year 2016 ein neues Modell released werden, und zwar die Niwalker Aurora C26. Die Niwalker Aurora C26 ist ein kompakter Thrower auf Basis einer modernen CREE XP-L-LED, der mit einem 26650-Akku befeuert wird und gute 1300 Lumen liefert. Mir liegt bereits seit einigen Wochen das Prototype Sample der Niwalker Aurora C26 vor, und ich werde zwischen den Jahren sicher dazu kommen, ein Release zum Prototype Sample zu verfassen.

Die Bedienung der C26 erfolgt adäquat zu anderen bekannten Modellen von Niwalker über einen Seitenschalter, der zugleich auch wieder via LED den Akkustatus der Lampe signalisiert. Das mir vorliegende Sample macht schon mal einen sehr hochwertigen und vor allem stabilen Eindruck; mehr dazu in meinem demnächst erscheinenden Review. Darüber hinaus hat Niwalker angekündigt, dass voraussichtlich Ende Februar bzw. Anfang März 2016 auch die neuen bzw. überarbeiteten Vostro BK-FA01 und BK-FA02 erscheinen sollen; als LEDs für die beiden Lampen wurden CREE XHP-70 und CREE XP-L genannt. Da mir bereits ein Prototype Sample der Vostro BK-FA03 vorliegt (auch hierzu wird es noch ein Review geben), das mit einer XHP-70-LED ausgestattet ist und von Niwalker als Nachfolger der BK-FA02 bezeichnet wurde, gehe ich davon aus, dass das finale Modell der BK-FA02/BK-FA03 (oder wie auch immer sie dann heißen wird…) ebenfalls mit einer CREE XHP-70 ausgestattet ist.

Das Prototype Sample der Niwalker BK-FA03 kann sich jedenfalls jetzt schon sehen lassen. Mit knapp 97000 Lux (OP-Reflektor) und etwas über 4000 Lumen hat die Lampe ordentlich Power unter der Haube; man darf also jetzt schon gespannt, wie die endgültigen Leistungsdaten aussehen werden.

bk-fa03

Alle neuen Niwalker-Modelle werden bei Verfügbarkeit in Q1/2016 im MSITC Shop und im Taschenlampen-Shop erhältlich sein. Neuheiten und Produktankündigungen finden Sie auch im entsprechenden Forum auf helle-taschenlampen.de, welches Sie als RSS-Feed abonnieren können, um keine Neuheiten und Ankündigungen mehr zu versäumen.

Review: Manker Quinlan T-01 XP-L HI 1 x AA 900 Lumen max. pre-production sample

Einführung

Manker ist eine relativ junge Taschenlampenmanufaktur, die aber meines Erachtens schon jetzt bemerkenswerte Modelle im Portfolio hat. So gibt es u.a. die Manker Godmes, die rein äußerlich zunächst nach Spielzeug aussehen mag, es in Wahrheit aber faustdick hinter den Ohren hat. Ich jedenfalls kenne nicht viele Taschenlampen, die sich via Smartphone-App und BlueTooth nach eigenem Gusto programmieren lassen. Das Mastermind von Manker ist ein Ingenieur, der bereits umfangreiche Erfahrungen bei einem anderen und hauptsächlich in China sehr bekannten Taschenlampen-Hersteller sammeln konnte und somit nicht als unbedarfter Neuling gelten kann; ganz im Gegenteil versucht Manker auch etwas ausgefallene Taschenlampen umzusetzen. Bereits jetzt kann ich sagen, dass von Manker Flashlights in naher Zukunft bereits das eine oder andere neue Modell zu erwarten ist – mehr dazu werde ich aber erst posten, wenn es spruchreif ist.

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Nun aber zurück zur Manker Quinlan T-01. Die Manker Quinlan T-01 gehört zu den 1 x AA-Taschenlampen und kann dort sowohl mit einer modernen CREE XP-L HI-LED als auch mit mit 900 Lumen(!) bei Betrieb mit einem 14500-Akku glänzen. Mit einem NiMH-Akku sind immerhin noch gute 500 Lumen möglich. Was die Manker Quinlan T-01 sonst noch zu bieten hat, möchte ich in diesem Review näher beleuchten. In diesem Review beziehe ich mich übrigens auf das pre-production sample, das mir freundlicherweise von Manker zur Verfügung gestellt wurde – die finale Version kann also durchaus noch technischen Änderungen unterliegen, auch der Lieferumfang kann sich noch ändern. Sollte das der Fall sein, werde ich mein Review entsprechend ergänzen bzw. anpassen.

 

Verpackung und Zubehör

Ausgeliefert wird die Manker Quinlan T-01 in einer Pappschachtel ohne weiteres Zubehör. Ich werde bei Manker anregen, der Lampe noch ein Holster mit auf den Weg zu geben.

 

Erster Eindruck

Mein erster Eindruck nach dem Auspacken: Wow, ist das ein relativ großer Lampenkopf für eine EDC-Taschenlampe! Damit wird aber auch gleich schon deutlich, in welche Richtung die Manker Quinlan T-01 geht, denn dank SMO-Reflektor bietet sie laut Hersteller bei Betrieb mit einem 14500-Akku eine Reichweite von knapp 300 Metern und ist damit durchaus als kleiner Taschen-Thrower einzustufen. Gleichwohl möchte ich die Reichweite relativieren, denn die angegebenen 282 Meter sind eher ein theoretischer Wert, ca. 100-150 Meter dürften realistisch sein. Nichtsdesotrotz bietet die kleine Manker Quinlan T-01 eine beeindruckende Reichweite für eine Lampe ihrer Größe, das möchte ich auch ganz klar zum Ausdruck bringen.

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Wichtig an dieser Stelle erscheint mir auch der Hinweis (denn das steht nirgendwo auf der Herstellerseite), dass die Manker Quinlan T-01 etwas wählerisch ist, wenn es um 14500-Akkus geht. Nachdem ein frisch geladener Soshine 14500-Akku die Lampe nicht zum Leben erwecken konnte, habe ich es mit weiteren 14500-Akkus von Efest (IMR und unprotected) versucht, doch auch das führte nicht zum Erfolg. Auf Nachfrage habe ich von Manker dann erfahren, dass nur 14500-Akkus mit Button Top – also mit erhöhtem Pluspol – funktionieren. Richard von Manker meinte zwar, dass man einen kleinen Magneten auf einem Akku mit Flat Head platzieren könnte, aber das möchte ich unseren Kunden ehrlich gesagt nicht empfehlen. Schlussendlich habe ich dann einen geschützten 14500-Akku von AW in meinem Fundus entdeckt, mit dem ich der Manker Quinlan T-01 dann die volle Leuchtkraft entlocken konnte, was dann zugegebenermaßen schon beeindruckend war, doch dazu nachher noch mehr.

 

Verarbeitung

An der Verarbeitung und der Qualität meines Samples gibt es aus meiner Sichts nichts auszusetzen. Die LED ist sauber zentriert, das Gewinde ist sauber geschnitten und kratzt auch nicht, wenn man den Deckel an der Tailcap entfernt. Akkus lassen sich problemlos einlegen, es bleibt sogar noch etwas Luft für längere NiMH- oder 14500-Akkus. Der mitgelieferte Clip lässt sich problemlos abnehmen und macht einen stabilen Eindruck.

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User Interface

Man könnte meinen, dass eine so kleine EDC-Taschenlampe wie die Manker Quinlan T-01 lediglich über ein simples User Interface (UI) verfügt, doch das Gegenteil ist der Fall. Die Quinlan T-01 besitzt zwei Hauptbetriebsmodi (General Mode und Pro Mode), wobei ich in diesem Review jedoch nur auf den General Mode eingehen möchte, der auch defaultmäßig aktiviert ist und mit dem der “normale” Anwender bestens bedient sein dürfte. Der Vollständigkeit halber habe ich den entsprechenden Hinweis von Manker nachfolgend als Grafik eingefügt.

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Generell hat die Manker Quinlan T-01 nur ein Bedienelement, und das ist der Seitenschalter, der am Lampenkopf untergebracht ist. Über ihn wird die Lampe ein- und ausgeschaltet, darüber hinaus lassen sich damit die vier Leuchtmodi sowie die drei versteckten Blinkmodi aktivieren. In der Praxis stellt sich das ganze so dar:

1. Ein- und ausschalten der Lampe erfolgt über den Seitenschalter, indem dieser für ca. eine Sekunde gedrückt gehalten wird.

2. Die regulären Leuchtmodi werden sequentiell durchgeschaltet, indem der Seitenschalter kurz betätigt wird. Wird die Lampe in einem dieser Modi ausgeschaltet, wird dieser beim Einschalten automatisch wieder hergestellt (Mode Memory).

3. Durch zweimaliges schnelles Drücken des Seitenschalters werden die versteckten Blinkmodi aufgerufen, die sich dann ebenfalls wieder durch einen Druck auf den Seitenschalter wechseln lassen, und zwar in folgender Reihenfolge: Strobe, SOS und Beacon. In diesem Modus steht kein Mode Memory zur Verfügung.

4. In den regulären Leuchmodus gelangt man abermals durch zweimaliges schnelles Drücken des Seitenschalters zurück.

Vorteilhaft finde ich, dass der Seitenschalter der Quinlan T-01 so ausprägt ist, dass man ihn zum einen auch bei Dunkelheit schnell und gut ertasten kann und er sich zum anderen auch mit Handschuhen noch gut bedienen lässt.

 

Laufzeiten und Lumen

Da diese Tabelle etwas umfangreicher ist, habe ich mir erlaubt, sie direkt vom Hersteller zu übernehmen.

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Zu den einzelnen Leuchtmodi sei gesagt, dass sie meiner Meinung nach gut abgestuft sind. Darüber hinaus ist der verwendete Treiber effizient und ermöglicht sehr gute Laufzeiten – 150 Stunden im Low Mode halte ich schon für eine ordentliche Leistung.

 

Technische Details

  • CREE XPL-HI LED
  • Hocheffizienter Treiber für optimale Performance und lange Laufzeiten
  • Max. 500 Lumen bei Betrieb mit NiMH-Akku (eneloop)
  • Max. 900 Lumen bei Betrieb mit 14500-Akku
  • Peak beam intensity: 10,000 cd (NiMH-Akku)   
  • Peak beam intensity: 20,000 cd (14500-Akku)      
  • Reichweite: 282 Meter (Herstellerangabe)
  • Länge: 8,4 cm
  • Durchmesser Batterierohr: 2,0 cm
  • Durchmesser Lampenkopf: 2,9 cm    
  • Aus strapazierfähigem Flugzeugaluminium hergestellt
  • Anodisierung nach Type III
  • Wasserdicht nach IPX-8
  • SMO-Reflektor
  • Bedienung über Seitenschalter
  • Doppelseitig antireflexbeschichtete Linse

   

Größenvergleich

Wie üblich darf der Größenvergleich mit meinen Referenzlampen Niwalker Nova MM15 sowie Lumapower STRIVE V2 nicht fehlen.

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Von links nach rechts: Niwalker Nova MM15, Manker Quinlan T-01 und Lumapower STRIVE V2

 

Luxmessung

Die Luxmessungen wurden mit frisch geladenen Akkus durchgeführt. Zum Einsatz kamen dabei ein geschützter 14500-Akku von AW sowie ein eneloop-Akku. Gemessen habe ich folgende Werte:

  • Mit 14500-Akku: 18200 Lux@1m
  • Mit NiMH-Akku: 9100 Lux@1m

 

Video

Wer meine bisherigen Videos kennt, wird sich vielleicht fragen, warum es kein Video aus der Serie Helle Taschenlampen@Night an der altbekannten Lokation gibt. Des Rätsels Lösung ist einfach: Wir sind umgezogen, und deshalb gibt es zukünftig auch keine Videos mehr auf dem großen Balkon. Das ist aber weiter nicht tragisch, denn ich habe eine brauchbare Alternative gleich hier um die Ecke, und wenn es mal schnell gehen muss, dann beleuchte ich die Gegend aus dem Dachfenster – wichtig ist, dass man nach wie vor eine Taschenlampe bzw. deren Beam auch bei Dunkelheit erkennen kann, und das wird auch weiterhin der Fall sein.

 

Beamshots

Hier gilt das gleiche wie für die Videos: Der Turm hinterm Haus ist Geschichte, und bis ich eine Alternative gefunden habe, gibt es einen Whitewall-Beamshot, auf dem man die Leuchtcharakteristik auch gut erkennen kann. Zu sehen ist der High Mode mit 900 Lumen.

Manker Quinlan T-01 Beamshot with 14500 battery

 

Pro und Contra

+ Sehr hell

+ Effizienter Treiber mit guter Regelung

 

Fazit

Mit der Quinlan T-01 hat Manker einen Mini-Thrower im EDC-Format auf den Markt gebracht, der den Vergleich mit Produkten von anderen etablierten Marken keinesfalls scheuen muss. Das Preis-/Leistungsverhältnis geht aus meiner Sicht in Ordnung, zumal man für sein Geld auch einen anständigen Gegenwert erhält. Außerdem ist die Verarbeitung der Lampe auf einem hohen Niveau und bietet keinen Anlass zur Kritik. Mit dem großen Lampenkopf erzielt die Manker Quinlan T-01 eine deutlich höhere Reichweite als andere EDC-Taschenlampen, und wer einen Thrower im EDC-Format sucht, der sollte auf jeden Fall die Quinlan T-01 genauer unter die Lupe nehmen, zumal sie auch über eine universelle Energieversorgung verfügt. Ich wage zu behaupten, dass die Anzahl der Taschenlampen von Mitbewerbern, die ähnliche Leistungen liefern, überschaubar ist.

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Bezugsquelle

Die Manker Quinlan T-01 wird pünktlich zu bzw. vor Weihnachten im MSITC Shop sowie im Taschenlampen-Shop zum Preis von 64,90 Euro erhältlich sein.

 

Reviewankündigung: Manker Quinlan-T01 XP-L HI LED 800 Lumen max.

Der Sommer ist vorbei, und pünktlich zur dunklen Jahreszeit geht es mit interessanten neuen Taschenlampen los. Ich werde voraussichtlich Anfang Oktober ein Review zur neuen Manker Quinlan-T01 XP-L EDC-Taschenlampe veröffentlichen, das Testmuster geht mir in den nächsten Tagen zu. Die Manker Quinlan-T01 finde ich aufgrund ihrer technischen Merkmale recht interessant:

– 1 x AA
– CREE XPL-HI LED
– Max. 500 Lumen (eneloop NiMH-Akku)
– Max. 800 Lumen (14500-Akku)
– 10.000cd (eneloop NiMH-Akku), 20.000cd (14500-Akku)
– Länge 8,4 cm
– Durchmesser 2,9 cm
– Seitenschalter

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Die Manker Quinlan-T01 besitzt rein äußerlich eine gewisse Ähnlichkeit mit der Zebralight SC52, ist aber dank moderner CREE XP-L HI LED technisch auf einem aktuellen Niveau und bietet darüber hinaus dank Thrower Head mit SMO-Reflektor noch eine hervorragende Reichweite für eine Lampe dieser Größe, nämlich über 200 Meter (Herstellerangabe). Ich freue mich jedenfalls schon, die Manker Quinlan-T01 testen zu können, denn frischer Wind hat noch nie geschadet…

Kurz noch ein Wort zu Manker: Manker ist eine relativ junge Taschenlampenmanufaktur, die aber meines Erachtens schon jetzt bemerkenswerte Modelle im Portfolio hat. So gibt es u.a. die Manker Godmes, die rein äußerlich zunächst nach Spielzeug aussehen mag, es in Wahrheit aber faustdick hinter den Ohren hat. Ich jedenfalls kenne nicht viele Taschenlampen, die sich via Smartphone-App und BlueTooth nach eigenem Gusto programmieren lassen. Das Mastermind von Manker ist ein Ingenieur, der bereits umfangreiche Erfahrungen bei einem anderen und hauptsächlich in China sehr bekannten Taschenlampen-Hersteller sammeln konnte und somit nicht als unbedarfter Neuling gelten kann; ganz im Gegenteil versucht Manker auch etwas ausgefallene Taschenlampen umzusetzen. Bereits jetzt kann ich sagen, dass von Manker Flashlights in naher Zukunft bereits das eine oder andere neue Modell zu erwarten ist – mehr dazu werde ich aber erst posten, wenn es spruchreif ist.

Fakt ist jedenfalls, dass wir Manker nach derzeitigem Stand sehr wahrscheinlich als weitere Marke im MSITC Shop aufnehmen werden, da von dieser innovativen jungen Firma in Zukunft mit Sicherheit noch mehr interessante Taschenlampen zu erwarten sind.

Review: Lumapower MRV SideKick Ultra 3 Plus XHP-50 J2 2000 Lumen max.

Einführung

Mit der MRV SideKick Ultra 3 Plus (oder abgekürzt MRV-SK Ultra 3 Plus) bringt Lumapower den Nachfolger der seinerzeit recht populären MRV SideKick Ultra 3 auf den Markt, der sich von seinem Vorgänger in einigen wichtigen Punkten unterscheidet – die moderne CREE XHP-50 J2 ist nur einer davon, auf die restlichen werde ich noch näher eingehen. Da natürlich auch die Frage nach dem Unterschied zwischen Lumapower MRV SideKick Ultra 4 und MRV SideKick Ultra 3 Plus auftauchen wird, möchte ich sie auch gleich an dieser Stelle beantworten: Die MRV SideKick Ultra 4 ist als Thrower konzipiert, die neue MRV-SK Ultra 3 Plus hingegen als universelle Taschenlampe, die zwar auch ordentlich Reichweite (ca. 200 Meter), aber dafür auch eine breitflächigere Ausleuchtung bietet. Nichtsdestotrotz lässt sich auch die Lumapower MRV SideKick Ultra 3 Plus im Handumdrehen zu einem schlagkräftigen Thrower mit hoher Reichweite und langer Laufzeit umbauen, doch dazu später mehr.

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Verpackung und Zubehör

Ausgeliefert wird die Lumapower MRV SideKick Ultra 3 Plus in der bekannten Lumapower-Schachtel mit folgendem Zubehör:

  • Zwei Ersatz-O-Ringe
  • Ersatzendkappe schwarz
  • Bedienungsanleitung
  • M-65 power extender

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Ein Holster ist im Lieferumfang nicht enthalten.

Sonstiges

Die MRV-Serie existiert schon länger im Portfolio von Lumapower und wurde über die Jahre hinweg immer wieder überarbeitet und weiterentwickelt. So kann man auch mit der MRV SideKick Ultra 3 Plus ebenfalls wieder wunderbar Lumapower-Lego spielen, denn pünktlich zum Release dieser neuen Taschenlampe hat Lumapower angekündigt, dass es ebenfalls wieder einen Turbo Force Head und – das ist neu – ein Akkurohr für den Betrieb der MRV-SK Ultra 3 Plus mit zwei 26650-Akkus geben wird, was ich für meinen Teil sehr interessant finde. Kurz zur Information: Als Turbo Force Head bezeichnet Lumapower austauschbare Lampenköpfe, mit deren Hilfe sich eine Lumapower-Taschenlampe im Handumdrehen zu einem Thrower mit hoher Reichweite umbauen lässt.

Obgleich die Lumapower MRV-SK Ultra 3 Plus auch so schon eine interessante Taschenlampe ist, wird sie mit dem zusätzlichen Zubehör noch einmal deutlich aufgewertet, da die Umrüstung für kleines Geld möglich ist  und man sich so den Kauf einer neuen Taschenlampe ersparen kann. Last but not least gibt es für die MRV-SK Ultra 3 Plus und den mitgelieferten Lampenkopf zum Verkaufsstart Aufsatzfarbfilter in den Farben rot, grün und blau.

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Erster Eindruck

Wer viel Licht benötigt und Taschenlampen im 2 x 18650-Format bevorzugt, dürfte an der Lumapower MRV SideKick Ultra 3 Plus im wahrsten Sinne des Wortes seine helle Freude haben. Mit einer modernen CREE XHP-50 J2-LED ausgestattet, liefert die MRV-SK Ultra 3 Plus beim Betrieb mit zwei 18650-Akkus maximal 2000 Lumen. Der dazu benötigte M-65 Power Extender ist im Lieferumfang der Lampe bereits enthalten; wer es lieber kompakter mag, kann diese Batterierohrverlängerung einfach abschrauben und kommt dann beim Betrieb mit zwei 16340/CR123A-Zellen immer noch auf gute 1000 Lumen, was für die meisten Anwendungsbereiche nach wie vor locker ausreichen dürfte.

Die Formgebung und Ausstattung der neuen MRV-SideKick Ultra 3 Plus  folgt einem bewährten Schema. So ist – wie bei anderen Lumapower-Lampen auch – sowohl der O-Ring im Lampenkopf als auch die Endschalterkappe nachleuchtend (GITD = Glow in the dark), was das Auffinden der Lampe bei Dunkelheit deutlich einfacher macht. Ansonsten ist die Qualität und Verarbeitung der Lumapower MRV-SideKick Ultra 3 Plus meines Erachtens sehr gut. Die Gewinde sind ordentlich geschnitten, sie dürften jedoch etwas besser geschmiert sein; mit etwas Silikon-Fett lässt sich das jedoch schnell in den Griff kriegen. Die Aufsatzfilter lassen sich schnell aufsetzen und ebenso einfach wieder entfernen. Eine weitere wichtige Neuerung ist das neue User Interface der MRV-SK Ultra 3 Plus, auf das ich gleich noch etwas detaillierter eingehen möchte.

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User Interface (UI)

Im Vergleich zum Vorgänger hat Lumapower das UI der MRV-SK Ultra 3 Plus kräftig umgebaut. Ein- und ausgeschaltet wird die Lumapower MRV SideKick Ultra 3 Plus mittels Clicky am Lampenende, und die Auswahl der einzelnen Leuchtmodi erfolgt über den Seitenschalter. Im Gegensatz zu Modellen wie MRV SideKick III-Ultra oder Signature GX/LX sind reguläre Leucht- und Blinkmodi jedoch getrennt voneinander untergebracht und per Smart Switch bzw. Seitenschalter erreichbar. Smart Switch bietet zwei Hauptmodi, die als MODE A und MODE B bezeichnet werden. Innerhalb dieser Hauptmodi gibt es nun weitere Modi, die schnell erreicht werden können. Während MODE A Zugriff auf die regulären Leuchtmodi in verschiedenen Abstufungen erlaubt, beinhaltet MODE B die Blinkmodi.

Ein versehentlicher Wechsel ist kaum möglich, da man den Seitenschalter mindestens eine Sekunde lang drücken muss, um den Modus zu wechseln.

Das überarbeitete UI lässt sich sehr simpel bedienen:

1. Ein- und ausschalten der Lampe erfolgt über den Clicky am Lampenende

2. Die beiden Hauptmodi werden aktiviert, indem der Seitenschalter für ca. eine Sekunde gedrückt gehalten wird

3. Wenn ein Hauptmodus (MODE A oder MODE B) aktiviert wurde, können die einzelnen Modi durch schnelles Drücken des Seitenschalters selektiert werden

Bekanntlich scheiden sich an der Art und Weise, wie eine Taschenlampe bedient werden kann, die Geister. Ich für meinen Teil finde das neue User Interface durchdacht und gleichzeitig einfach zu bedienen – dank des größeren Seitenschalters ist auch die Einhandbedienung mit dickeren Handschuhen kein Problem. Hinzu kommt, dass die MRV-SK Ultra 3 Plus über einen Mode Memory verfügt; dieser speichert den zuletzt verwendeten Betriebsmodus und stellt ihn nach dem Einschalten wieder her. Für taktische Einsätze kann so beispielsweise der Strobe Mode vorher eingestellt und durch Einschalten der Lampe sofort abgerufen werden.

 

Größenvergleich

Der obligatorische Größenvergleich zeigt die Lumapower MRV SK Ultra 3 Plus im Vergleich mit meinen Referenzlampen Niwalker Nova MM15 und Lumapower STRIVE V2.

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Von links nach rechts: Niwalker Nova MM15, Lumapower MRV SideKick Ultra 3 Plus mit M-65 power extender u. Lumapower STRIVE V2

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 Von links nach rechts: Niwalker Nova MM15, Lumapower MRV SideKick Ultra 3 Plus ohne M-65 power extender u. Lumapower STRIVE V2

Laufzeiten und Lumen

Mode A:

  •     Ultra: 100% (70 Minuten bis 50% mit 2 x 18650 2800 mAh)
  •     High: 50% (180 Minuten bis 50% mit 2 x 18650 2800 mAh, 45 Minuten bis 50% mit 2 x 16340 700 mAh)
  •     Normal: 25%
  •     Medium: 8%
  •     Low: 3%

Mode B:

  •     Strobe: 14 Hz
  •     SOS
  •     Light House: 0,2 Hz

Luxmessung

Die Luxmessungen habe ich mit neuen CR123A-Batterien und frisch geladenen Soshine 18650 3400 mAh-Akkus durchgeführt. Anhand der Messwerte kann man gut erkennen, dass ein OP-Reflektor im Gegensatz zu einem SMO-Reflektor deutlich breiter streut – mit dem als Zubehör erhältlichen Turbo Force Head für maximalen Throw wird sich das aber wieder ändern.

a) Messung mit 2 x CR123A

b) Messung mit 2 x 18650

Lumapower weist übrigens in der Bedienungsanleitung zur MRV-SK Ultra 3 Plus deutlich darauf hin, dass die volle Leistung nur bei Betrieb mit zwei 18650-Akkus erzielt wird. Darüber hinaus empfiehlt Lumapower die Verwendung von hochwertigen und geschützten Akkus; hier empfehle ich Soshine 18650 3400 mAh-Akkus, die sich bei meinen Tests bestens bewährt haben.

 

Technische Details

  • 2000 Lumen
  • CREE XHP-50-LED J2 Cool White
  • Hocheffizientes optisches u. elektronisches System
  • Steuerung der Helligkeit über SideKick-Kontrollsystem (Smart Switch)
  • Entwickelt für professionellen und taktischen Einsatz
  • Ein-/ausschalten erfolgt über Clicky am Lampenende, umschalten der Modi erfolgt über einen Schalter am Lampenkopf
  • Einfache Bedienung über SideKick user interface
  • Einfache Upgrademöglichkeit
  • Acht Leuchtmodi
  • Strike Bezel
  • OP-Reflektor für erweiterten Spill
  • Spannungsbereich: 6V-15V
  • Energieversorgung: 2 x CR123A, 2 x RCR123A/16340, 1 x 18650 oder 2 x 18650 (mit M-65-Batterierohrverlängerung. Achtung: Lampe darf bei Verwendung von M-65 nur mit 18650-Akkus betrieben werden!)
  • Doppelseitig antireflexbeschichtete Linse
  • Smart Switch Mode A: Ultra: 100%, High: 50%, Normal: 25%, Medium: 10%, Low: 3%
  • Smart Switch Mode B: Strobe: 14 Hz, SOS, Light House: 0,2 Hz
  • Stoßsicher
  • Aufrüstbar
  • Tailstand möglich
  • Wasserdicht
  • Länge: 17,7 cm
  • Durchmesser Batterierohr: 2,5 cm
  • Länge M-65 power extender: 8,1 cm
  • Loch für Handschlaufe (Lanyard) vorhanden
  • Aus strapazierfähigem Flugzeugaluminium hergestellt
  • Anodisierung nach Type III
  • Taktischer forward clicky

Video

Ein Video aus der Serie Helle Taschenlampen@Night zeigt die Lumapower MRV SideKick Ultra 3 Plus beim nächtlichen Einsatz:

Lumapower MRV SideKick Ultra 3 Plus at night

Beamshots

Alle Beamshots wurden im Ultra Mode erstellt.

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Pro und Contra

+ Hochwertige Verarbeitung
+ M-65 power extender für Betrieb mit zwei 18650-Akkus bereits im Lieferumfang enthalten
+ Durchdachtes neues Benutzerinterface
+ Erweiterbar (Turbo Force Head, Aufsatzfilter und 2×26650 Battery Tube)

– Kein Holster im Lieferumfang enthalten

Fazit

Mit der MRV SideKick Ultra 3 Plus hat Lumapower eine Taschenlampe auf den Markt gebracht, die sich auf dem aktuellen Stand der Technik befindet. Bei Betrieb mit zwei 18650-Akkus liefert die MRV-SK Ultra 3 Plus satte 2000 Lumen, die im Gegensatz zur Lumapower MRV SideKick 4 dank des OP-Reflektor breitflächiger abgestrahlt werden. Obgleich die Lampe auch als Kurzversion ohne Extender verwendet werden kann, erzielt sie bei Betrieb mit zwei 16340-Akkus oder CR123A-Batterien nicht die volle Leistung – für die meisten Anwendungsbereiche dürfte sie jedoch selbst damit immer noch hell genug sein.

Das neue UI steht der Lumapower MRV SideKick Ultra 3 Plus gut zu Gesicht, denn damit sind Blink- und Leuchtmodi konsequent voneinander getrennt und können auch auch nicht versehentlich aufgerufen werden. Die MRV-SK Ultra 3 Plus regelt übrigens im Ultra Mode nicht automatisch zeit- oder wärmegesteuert herunter; stattdessen empfiehlt Lumapower, die Lampe nach ca. 10 Minuten manuell einen Gang zurückzuschalten. Mit dem bereits jetzt zur Verfügung stehenden Zubehör (Farbfilter in rot, grün und blau) kann die Lumapower MRV SideKick Ultra 3 Plus auch gut im Jagdbereich eingesetzt werden, da ein Wechsel der Farbfilter in sekundenschnelle vonstatten geht und damit flott an das aktuelle Nutzungsprofil angepasst werden kann.

Die Krönung des ganzen ist aus meiner Sicht der Turbo Force Head für maximale Reichweite sowie ein Akkurohr für den Betrieb mit zwei 26650-Akkus. Damit lässt sich die Lumapower MRV SK Ultra 3 Plus dann im Handumdrehen zu einem äußerst leistungsfähigen Thrower mit hervorragender Laufzeit umbauen; beide Zubehörteile sollen laut Lumapower im August 2015 lieferbar sein. 

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Bezugsquelle

Die Lumapower MRV SideKick Ultra 3 Plus ist im MSITC Shop erhältlich. Zubehör wie Farbfilter ist bereits jetzt verfügbar, der Turbo Force Head sowie die 2×26650 Battery Tube werden voraussichtlich im August 2015 lieferbar sein.